Silber reden

Silber reden – Gold denken. Jetzt in Moldau

Drei Wochen hinterher

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Lena läuft langsam. Da ich aber hin und wieder fotografieren muss (Dokumentation!) sah ich auf unserer gemeinsamen Reise häufig ihren Rücken. Deshalb eine Zusammenfassung unserer Tour durch die Ukraine, Georgien, Istanbul und Kirgistan durch Bilder von Lena. Von hinten.

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Lena läuft wütend durch Odessa, da unsere Schiffspassage nach Batumi am letzten Tag gecanncelt wurde.

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Lena, immer noch wütend, sucht ihr Lieblingsrestaurant.

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Lena (noch immer verärgert) ahnt nicht, dass sie diese Nacht nicht schlafen können wird. Kakerlaken und Käfer, die über sie und ihr Bett krabbeln, werden sie davon abhalten.

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Lena sucht auf einem georgischen Friedhof nach Antworten auf unser Leiden in der Ukraine. Sie findet keine.

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Lena fühlt sich am Schwarzen Meer an die Tropen erinnert. Sie und ich werden uns hier den ersten richtigen Sonnenbrand holen.

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Lena widersteht dem Drang sich (mehr oder weniger) nackt in die Wogen zu werfen und den Elementen auszuliefern. Ich nicht.

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Lena liebt Kutaissi. Lena liebt dagegen gar nicht den Chauvinismus der georgischen Männer.

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Lena läuft nicht ihren Problemen davon, sie sucht beim Schweifen über Georgien Ruhe und inneren Frieden (ohne mich).

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Lena kleidet sich keusch. Denn die Mauern sind so alt wie die Ideologie die sie erhalten.

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Lena ahnt nicht, dass Christian gleich vor ihr niederknien wird. Angestachelt werden israelische Touristen rufen: „Say yes!“ Sie sagt nein.

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Lena sucht Transzendenz. Sie findet die Sonne.

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Lena wundert sich über wenige Touristen in der Hagia Sophia. Eventuell besteht ein Zusammenhang mit dem bevorstehenden Putsch.

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Lena begutachtet ältere, sonnenbadende Türken (nur Männer) am Bosporus.

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Lena lustwandelt in Bischkek. Bei 38°. Doch süßer Eistee hält sie kühl.

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Lena ärgert sich über ein geschlossenes Riesenrad. Vielleicht war das aber auch ich.

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Lena erkennt ihre eigene Nichtigkeit Angesichts der Größe und Schönheit Kirgistans

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Lena bereitet die Ausläufer des Tian Shan auf dem Rücken eines Pferdes, das keine Frauenstimmen mag.

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Lena bewundert im Issyk Kul die Klarheit des Wassers und die Kargheit der Berge.

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Lena versucht mich aus dem Gleichgewicht zu bringen. Aber dem Belzer Buddha macht sowas nichts aus.

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Lena, abgelenkt von der Schönheit und Symbolik der untergehenden Sonne, ignoriert gekonnt meinen Finger auf der Linse.

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Written by silberredner

20. Juli 2016 at 19:12

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Marschrutka mon Amour

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Moldau ist wie viele andere osteuropäische Länder auf ein System von Minibussen angewiesen. Diese heißen Marschrutkas (oder Rutieră auf Rumänisch) und sind häufig die einzige öffentliche Verkehrsanbindung vieler Städte und Dörfer. Hier ein kleiner Eindruck des Fahrerlebnisses:


Dazu muss man sich den besonderen Marschrutkaduft vorstellen: Eine Mischung aus abgestandener Luft, Schweiß und altem Auto. Besonders viel Spaß macht es natürlich im Sommer, wenn man Schulter an Schulter mit viel zu breiten Männern schaukelt.

Musik spielt eine große Rolle in Marschrutkas. Es läuft russischer, rumänischer oder amerikanischer Pop. Die Musik ist fast immer unerträglich schlecht – meiner Meinung nach zumindest. Auch ist sie häufig so laut, dass man sie selbst mit Kopfhörern noch hört.

Hier sind zwei Beispiele der besseren Sorte, beide laufen im Grunde ständig und ich hatte von beiden schon mehrfach Ohrwürmer:

Bisher fand ich die Musik erst zweimal gut: Einmal lief entspannter House, das andere Mal lief nichts.

Aber wie kommt man nun zur Marschrutka? Von Chișinău nach Bălți gibt es drei verschiedene Möglichkeiten:

1. Die „offiziellen“ Marschrutkas vom Gara du Nord (Nordbahnhof) in Chișinău zum Auto Gara in Bălți.
Diese Variante nehme ich sehr selten, denn der Gara du Nord ist etwas außerhalb des Zentrums. Zudem ist die Marschrutka häufig extrem voll, da auf dem Weg Halt gemacht wird. Die Musik ist häufig besonders laut, weil die Autos im Schnitt etwas neuer sind.
Dafür gibt es ab und zu W-LAN und die Marschrutkas fahren mehr oder weniger nach Plan und später am Abend als die Konkurrenz. Diese Variante kostet 65 Lei (2.91 €), bezahlt wird am Auto vor der Fahrt.

2. Die „illegalen“ Marschrutkas (illegal sind sie nicht, aber ich habe mir angewöhnt, es so zu sagen). Diese fahren in Chișinău und Bălți neben den zentralen Autogara ab. Hier stehen Männer bereit und rufen „Bălți! ´Bălți!“ oder „Chișinău! Chișinău!“ (eher “ Kischinjow, Kischinjow!“ – die russische Aussprache).

Die Marschrutkafahrer stehen an der Ecke Str. Columna/Tighina in Chișinău und fahren Ecke Tighina/Alexandru cel Bun ab.

Marschrutka

Diese Marschrutkas fahren los wenn sie voll sind. Wenn man den Fahrern glauben schenkt (was man nicht tun sollte), geht es immer „sofort“ (srasu) los. Von wegen. Sofort kann alles von tatsächlich sofort bis 30 Minuten und mehr heißen. Manchmal hat man Glück und man ist der letzte, meistens natürlich nicht. Ich würde schätzen, dass ich im Schnitt 15 Minuten warte, bis die Marschrutka losfährt.
Diese Marschrutka hat den Vorteil, dass sie schneller ist und die Musik meistens etwas leiser ist. Dafür sind die Busse meistens ziemlich veraltet und mit Sicherheit nicht besonders sicher.
Die Fahrt kostet 60 Lei (2.69 €) und wird während der Fahrt nach vorne durchgegeben. Ein Procedere, an das ich mich schnell gewöhnt habe. Meistens sitzt eine junge, attraktive Frau neben dem Fahrer, die für ihn das Geld einsammelt, zählt und Wechselgeld ausgibt. Die Frauen sind eigentlich normale Passagiere, aber die Fahrer sitzen gerne neben ihnen. Sprechen tun die beiden aber nicht. Ich selbst hatte erst einmal die Ehre, diese Ausgabe zu übernehmen. In gewisser Weise ein Ritterschlag für meine Russischkenntnisse, denn die Lingua Marschrutka ist in der Regel Russisch, es sei denn, jemand möchte partout auf Rumänisch reden.

3. Per Auto. Diese Variante ist eigentlich genauso wie die „illegale“ Marschrutka, nur dass man mit alten Kombis fährt. Im letzten Jahr habe ich mich meist für’s Auto entschieden. Mir scheint es die schnellste Möglichkeit zu sein. Bei manchen Autos ist es auch deutlich komfortabler. Dafür ist hier die Musik meist lauter.

Die Fahrer stehen an der Ecke Str. Columna/Tighina in Chișinău; eine Fahrt kostet 65 Lei (2.91 €).

Ich habe berechnet, dass ich ungefähr eine Woche meines Lebens in Marschrutkas nach Chișinău verbracht habe. Den Großteil davon lesend, nehme ich an – nie hat sich die Investition in einen E-Reader so bezahlt gemacht.

 

Written by silberredner

31. Mai 2016 at 00:26

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Mehr oder weniger ohne Angst

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In Moldau gibt es (Überraschung) Homosexuelle. Und es gibt Menschen, die Homosexuelle und alle anderen LGBT-Menschen nicht mögen. Von der zweiten Sorte gibt es sogar eine ganze Menge. Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2014 würden 83% Homosexuelle nicht als Nachbarn und 93% nicht als Erzieher akzeptieren. Eine extrem homophobe orthodoxe Kirche verstärkt diese Einstellungen noch.

Doch es gibt Hoffnung: Wenige überzeugte Aktivisten kämpfen für Akzeptanz und Toleranz. Diese Menschen stehen auch hinter der Organisation des Pride Moldova, welcher gestern unter dem Motto „Fără Frică“ (ohne Angst) in Chisinau stattfand.

Ich hatte schon letztes Jahr teilgenommen und so stand für mich außer Frage, dass ich auch dieses Mal wieder dabei wäre. Christian, mein Herzenskollege aus Chisinau war leider nicht da, sein Besuch – zwei nette Österreicher namens Mimi und Armin – allerdings schon.

Auf der Demo sollten weiße T-Shirts mit der Aufschrift „Fără Frică“ getragen werden. Ich trug schon eins, wurde aber von einer Bekannten darauf hingewiesen, dass es gefährlich sei, das T-Shirt schon außerhalb der Demo zu zeigen. Leider hatte sie wohl recht und ich knöpfte meine Strickjacke zu. Dies war umso unschöner, als der Sommer endgültig nach Moldau gekommen ist und gestern Temperaturen um 30 Grad waren. Aber lieber schwitzen als bluten.

Beim Treffpunkt angekommen sahen wir Unmengen an Polizisten, die eine Gruppe von etwa 200 Menschen in weißen T-Shirts umringten. Das waren die Unsrigen. Die anderen, die auch nicht fehlen dürfen, waren noch nicht zu sehen. Mir kam der Aufwand etwas übertrieben vor, andererseits waren auf der Demo auch einige Botschafter (allerdings nicht die deutsche) und es wäre natürlich sehr unschön gewesen, wenn diese verprügelt worden wären.

Auch ansonsten gab es einige Internationale auf der Demo. Viele sprachen Englisch; ich schätze, dass etwa die Hälfte der Teilnehmer keine Moldauer waren. Dies könnte ein Grund sein, warum der Chef der Sozialisten Igor Dodon von einem Zusammenhang zwischen NATO und „Gay-Propaganda“ schwadroniert.

Kurz nach unserer Ankunft setzte sich die Demo langsam in Bewegung. Wir skandierten nichts, sondern unterhielten uns und beobachten die Menschen, die hinter den Polizeiketten unsere Demo begleiteten. Es handelte sich um eine Mischung aus Nazis und Christen. Ich dachte mir, dass es dieses Jahr deutlich weniger Gegendemonstranten waren. Nach einer Weile kamen wir allerdings zu einer Kreuzung, wo eine Gruppe Christen ihre Meinung zu Sünde und Familie kundtat. Kreuze und Ikonen wurden gehoben, Lieder gesungen. Alles noch im Rahmen.

Doch als wir an einem mehrstöckigen Haus vorbeikamen, schlugen plötzlich Eier zwischen uns auf. Ich hatte Glück, die Österreicher weniger. Beide wurden getroffen, Armin direkt auf den Arm. Verstört gingen wir weiter.

Plötzlich fingen unsere Begleiter hinter der Polizeikette an, vor die Demo zu laufen. Wir verstanden die Situation nicht und fragten uns, warum immer mehr Gegendemonstranten an uns vorbeiliefen. Die Polizisten wurden ebenso nervös und gaben sich laute Befehle. Schließlich setzten sie ihre Helme auf. Ich erwartete jeden Moment Steinwürfe.

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Wenn ich mich nicht irre, kamen wir so nach nur 400 Metern zum stehen. Hier ist die Strecke die wir gelaufen sind.

Strecke

Mehr ist im Moment in Moldau noch nicht zu machen.

Vor uns gab es ein Gedrängel zwischen Gegendemonstranten, die uns verprügeln wollten und Polizisten, die dies verhindern sollten. Das war wohl der unangenehmste Moment. Ich konnte nicht erkennen, wie viele Gegendemonstranten uns den Weg versperrten oder was vorne tatsächlich ablief. Nach ein paar Minuten hieß es: „Schnell in die Busse!“

Wie schon im letzten Jahr standen Busse bereit um uns von der Demo wegzufahren. Hätten wir uns einfach aufgelöst wären wohl viele von uns verprügelt worden. Im Bus sitzend sollten wir die T-Shirts ausziehen, damit wir nicht mehr erkannt werden konnten. Mir kam das ein bisschen seltsam vor, denn mit ein bisschen Hartnäckigkeit hätte man diese Busse auch so verfolgen können.

Wir fuhren aus der Innenstadt, wohl um abzuwarten bis sich die Situation beruhigt hatte. Nach einer kurzen Weile in der Hitze und noch voller Adrenalin und Angst fuhren die Busse wieder in die Stadt, zu einem Abschluss in einem Hotel.

Die Ganze Demo hat weniger als 30 Minuten gedauert. Danach wurde sie mit Hass gestoppt.

Hier ist die gesamte Demo als Video zu sehen. Und hier gibt es gute Fotos, die einen Überblick über den Ablauf geben.

Es war der größte Pride, der jemals in Moldau stattgefunden hat.

Written by silberredner

24. Mai 2016 at 00:35

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Mărțișor in Moldova

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Heute ist der 1. März. Das bedeutet, es ist Mărțișor (Marzischor).

Der schreckliche Winter soll vertrieben und der Frühling begrüßt werden. Meiner Meinung nach etwas optimistisch, immerhin kann er jederzeit nochmal wiederkommen.

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Um den Frühling zu begrüßen werden hier Milliarden solcher meist rot-weißen Anstecker verkauft. Alleine in Balti. Diese werden dann den ganzen Monat getragen und am Ende des März an einen Baum gehängt. Soweit ich weiß, kann man sich danach etwas wünschen. Leider sind diese Anstecker meistens aus Plastik, deshalb werde ich das auf jeden Fall nicht tun.

Ich bin stolzer Besitzer zweier Mărțișor – beide haben mir gutmeindene Studierende geschenkt. Man trägt sie an der Brust, etwa so wie wie ich hier:

Zeitweise hatte ich auch einen dritten Anstecker, den hatte mir ein Mädel auf der Straße geschenkt. Aber da ich schon zwei hatte, verschenkte ich diesen an die Verkäuferin im Tante-Emma-Laden meines Vertrauens. Die hatte nämlich noch keinen. Und das geht natürlich nicht.

Written by silberredner

1. März 2016 at 19:27

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Fahrradstadt Chisinau

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Fahrradstadt Chisinau

Written by silberredner

7. Mai 2015 at 15:17

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PEGIDA – ein Erfahrungsbericht

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It's about tea.

Die Verteidigung des christlich-jüdischen Abendlandes
Verfolgt man die aktuelle Berichterstattung, kommt man um ein Thema nicht herum – PEGIDA. Auch ich habe mich dazu hier bereits kurz geäußert. Doch ich wollte noch einen Schritt weiter gehen, wollte die Behauptungen der „Lügenpresse“ einem Realitäts-Check unterziehen. Wollte wissen, ob das tatsächlich eine Ansammlung verkappter Nazis und Rassisten darstellt. Nun war es also soweit. Doch wie überprüft man eine derartige These am besten? Indem man ein polarisierendes Symbol darstellt. In meinem Fall hieß das konkret, dass ich mir meine Israelflagge schnappte, die normalerweise vor meinem Fenster hängt und mich mit ein paar Gefährten auf den Weg machte, selbst zu erfahren, wer denn eigentlich diese Menschen bei PEGIDA seien. Natürlich war ich voreingenommen und hatte nicht allzu große positive Erwartungen. Doch immerhin versammelten sich dort wöchentlich tausende Menschen, deren erklärtes Ziel es ist, die Werte des christlich-jüdischen Abendlandes zu verteidigen – könnte eine Israelflagge…

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Written by silberredner

3. Januar 2015 at 14:42

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Iași – gesprochen Jasch

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Iași ist das historische Zentrum der Region Moldau. Verwirrender Weise gibt es nämlich in Rumänien auch eine Region die Moldova heißt. Das liegt daran, dass die Region in der Frühen Neuzeit (also z.B. im 16. Jahrhundert) zum Fürstentum Moldau gehörten. Woiwode (Fürst) war z.B. ein gewisser Stefan, auch Ștefan cel Mare (der Große) genannt. Sowohl Rumänien als auch Moldova beziehen sich auf das Fürstentum Moldau als Bezugspunkt ihrer Staatlichkeit.

Stefan ist darum überall: Als Statue und auf JEDEM moldauischen Geldschein. Nicht besonders einfallsreich. Die größte, wichtigste Straße ist dementsprechen auch meist der „Bulevardul Ștefan cel Mare“. Unter der Herrschaft Stefans wurden viele Kirchen gebaut und Kriege gegen die Osmanen gekämpft, von denen, in den Worten einer Studentin, „nur wenige verloren wurden“. Kurze Zeit konnte das Fürstentum in relativer Autonomie existieren. In einer Region, die traditionell von äußeren Mächten dominiert wird, ist dies verständlicherweise besonders wichtig.

Zurück zu Iași:Iași-Übersicht

Die Stadt war und ist ein wichtiges kulturelles Zentrum Rumäniens und war früher Hauptstadt des frühneuzeitlichen Fürstentums. Unter anderem wurde in Iași die erste Oper Rumäniens eröffnet, welche immer noch mit kreativer Werbung zu überzeugen weiß:

Opernwerbung

In diesem Wartehäuschen wird man mit Arien beschallt. Auf Dauer vielleicht ein bisschen nervig, aber trotzdem eine nette Idee.Leider gibt es nicht nur Kultur in Iași sondern auch Militarismus. Zum Zeitpunkt meines Besuchs in der Stadt (was nun schon eine Weile her ist) gab es eine kleine Werbeschau des rumänischen Militärs, mit welcher junge Menschen an das Sterben fürs Vaterland herangeführt werden sollten.MilitärSehr junge Menschen.KindersoldatinTrotz dieser absonderlichen Einlage ist Iași eine sehr angenehme Stadt mit einer offenen, freundlichen Atmosphäre unter anderem, weil es hier Grafittis wie dieses hier gibt:

Follow

Zudem gibt es in der Stadt hübsche Ideen wie das Lichterfestival. Bei diesem stellen Pfadfinder in einem der hübschen städtischen Parks viele hundert Kerzen auf.LichterfestivalLichterfestival IINach Einbruch der Dunkelheit werden diese Kerzen angezündet und sehen überaus schön aus.

Lichterfestival IIILichterfestival IV

Iași liegt zwar in Rumänien aber manchen Menschen scheint die Grenze zwischen den Ländern nicht zu passen:

Bessarabien = Rumänien

Dies ist auch eine laufende Debatte in Moldova. Wo liegt die Zukunft des Landes? In den Armen des russischen Bären oder mit Europa auf dem Stier in Richtung Westen. Manche denken, dass letzteres am besten durch eine Vereinigung Moldaus mit Rumänien zu erreichen wäre. Andere denken, dass die Unterschiede zwischen den Ländern zu groß sind und betonen die moldauische Eigenständigkeit. Kein Wunder, dass Stefan weiter wichtig bleibt.

Written by silberredner

21. November 2014 at 15:41

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