Silber reden

Silber reden – Gold denken. Jetzt in Moldau

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Mărțișor in Moldova

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Heute ist der 1. März. Das bedeutet, es ist Mărțișor (Marzischor).

Der schreckliche Winter soll vertrieben und der Frühling begrüßt werden. Meiner Meinung nach etwas optimistisch, immerhin kann er jederzeit nochmal wiederkommen.

2016-03-01 09.26.11

Um den Frühling zu begrüßen werden hier Milliarden solcher meist rot-weißen Anstecker verkauft. Alleine in Balti. Diese werden dann den ganzen Monat getragen und am Ende des März an einen Baum gehängt. Soweit ich weiß, kann man sich danach etwas wünschen. Leider sind diese Anstecker meistens aus Plastik, deshalb werde ich das auf jeden Fall nicht tun.

Ich bin stolzer Besitzer zweier Mărțișor – beide haben mir gutmeindene Studierende geschenkt. Man trägt sie an der Brust, etwa so wie wie ich hier:

Zeitweise hatte ich auch einen dritten Anstecker, den hatte mir ein Mädel auf der Straße geschenkt. Aber da ich schon zwei hatte, verschenkte ich diesen an die Verkäuferin im Tante-Emma-Laden meines Vertrauens. Die hatte nämlich noch keinen. Und das geht natürlich nicht.

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Written by silberredner

1. März 2016 at 19:27

Veröffentlicht in Allgemein, Bălți, Moldawien

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Imagefilm in einer Stadt mit Imageproblem

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Das Lektorenprogramm der Bosch-Stiftung hatte beschlossen einen Imagefilm zu produzieren, woraufhin wir Lektoren Impressionen aus unseren Standorten filmen sollten.

Ich dachte mir, ich teile mit euch den kurzen Clip den eine Freundin und ich gemeinsam gedreht haben. Da diese kurzen Filme später noch zusammengeschnitten werden, ist dies nur eine Rohfassung und die Übergänge sind nicht besonders gut und das Ende ziemlich abrupt.

Trotzdem gibt dieses Video einen sehr kurzen und willkürlichen Eindruck von meinem Leben in Bălți.

In der Szene auf dem Markt sprach uns danach ein Mann an, welcher meinte, dass wir zum Filmen eine Genehmigung bräuchten. Wir hielten das beide für lächerlich, filmten aber trotzdem nicht weiter.

Written by silberredner

31. Oktober 2014 at 18:18

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Belzer Herbstbilder

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Der Herbst ist in Moldova angekommen. Und mit ihm der Geruch von verbrennendem Laub und brennender Felder (in Moldova werden abgeerntete Felder anscheinend häufig angezündet um den Boden zu düngen).

Hier sind ein paar Impressionen aus der Stadt:

Str. IndependenteiStr. Puskin

Belzer Liebe

Belzer Liebe

Im Park

Ein Streuner - davon gibt es hier ein paar, aber selten viel größer als dieser

Ein Streuner – davon gibt es hier ein paar, aber selten viel größer als dieser

Slava!

Die Moldauer verschenken viele Blumen. So habe ich letztens die Geschichte gehört, dass ein junger Mann in einen Unikurs kam und seiner Freundin 101 rote Rosen schenkte. Auch wenn ich bezweifle, dass es wirklich 101 waren, ist dies anscheinend kein seltenes Phänomen

Die Moldauer verschenken viele Blumen. So habe ich letztens die Geschichte gehört, dass ein junger Mann in einen Unikurs kam und seiner Freundin 101 rote Rosen schenkte. Auch wenn ich bezweifle, dass es wirklich 101 waren, ist dies anscheinend kein seltenes Phänomen

Written by silberredner

12. Oktober 2014 at 14:46

Veröffentlicht in Bălți

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Ein Kreis schließt sich

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Vor ein paar Tagen ging ich im pittoresken Andreisch Park. Hier lässt sich realsozialistische Freizeitgestaltung genießen:

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Doch als ich mich nichtsahnend auf eine nahe Bank setzte, sah ich dies hier:

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Ich kam näher und tatsächlich: Es ist der Sitz des radikalkatholischen Internetsenders Gloria.tv.

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Ich suchte nach einem Klingelschild oder ähnlichem, aber da war nichts zu finden. Zu schade, ich hätte gerne mal „Hallo“ gesagt. Denn immerhin sendete Gloria.tv mal einen Fernsehauftritt mit mir.

Und das kam so:

2011 besuchte der Papst Deutschland und machte auch in Freiburg Halt. Da ich habe für die katholische Kirche im Allgemeinen und Papst Ratzinger im Speziellen wenig Zuneigung hatte (und habe) schloss ich mich dem Bündnis „Freiburg ohne Papst“ an. Dies bestand vor allem aus mittelalten Männern aus dem Dunstkreis der Rosa Hilfe Freiburg, einer Hilfsorganisation für sexuelle Minderheiten. Gemeinsam organisierten wir Diskussionsrunden, Vorträge und sammelten Unterschriften gegen die menschenfeindliche Politik der katholischen Kirche. Es war eine sehr schöne Zeit, denn wir waren eine Stimme für die Freiburger_innen, welche Vorbehalte gegen die Politik der katholischen Kirche hatten.

Im Rahmen dieser Aktionswochen trat ich im Regionalsender TV Südbaden auf. Das Thema der Sendung war, welche Rolle die Religion noch für die Jugend spielt. Ich diskutierte mit einem sympathischen, kritischen Katholiken und hörte mir die radikalen Ergüsse eines Piusbrüderanhängers an. Dieser Klerikalfaschistoide ruinierte leider die ganze Diskussion, denn er hatte mit dem kritischen Christen fast genau so wenig gemeinsam wie mit mir. Auch ansonsten war der Auftritt keine meine Sternstunden. Aber wer möchte, kann sich das gerne antun:

Ich hätte nie damit gerechnet, gerade hier wieder auf diese Episode meines Lebens gestoßen zu werden. Ich erinnerte mich auch dunkel an eine Spiegelreportage über Gloria.tv, welche auch die Reporter auch nach Bălți führte. Hier ist sie:

Written by silberredner

1. Oktober 2014 at 15:41

Bălți-Swag

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Balti SwagStreetart Bălți-Style

Written by silberredner

20. September 2014 at 17:22

Veröffentlicht in Bălți, Moldawien

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Der Semesterauftakt

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Seit dem 1. September bin ich nun tatsächlich Universitätsdozent. Das eine Rolle, an die ich mich auf jeden Fall noch gewöhnen muss.

Zu Beginn des Semesters gab es eine Feier im Belzer Theater für die Erstsemester. Das Programm hätte nicht weiter an den Interessen von Erstis vorbei geplant werden können.

Gerade spricht der Uni-Rektor Gheorghe Popa

Gerade spricht der Uni-Rektor Gheorghe Popa

Lange Reden von Universitätfunktionären, der Sozialministerin und einem Vertreter der Firma Dräxlmaier, welche eine Kooperation mit der Universität hat, handelten vom süßen Studentenleben und neuen Lebensabschnitten und so weiter. Es ist allerdings auch maßlos unfair von mir, Reden zu beurteilen, die ich nur in Ausschnitten von meiner Ansprechpartnerin zusammengefasst bekam. Dennoch schien mir der steife Rahmen und das Programm, das nur aus Reden bestand, ziemlich einlullend.

Obwohl! Zu Beginn und zum Schluss wurde die Nationalhymne gesungen (ganz schmissig):

Dann begann die erste Woche. Ich habe im Moment drei Kurse: Ein Seminar zur Geschichte und Kultur Deutschlands (bzw. der D-A-CH-L-Länder) sowie zwei Übungen zu diesem Seminar. In der Terminierung der Kurse wurde sehr auf mich eingegangen: Ich wollte meine Kurse gerne morgens und auch gerne an zwei Tagen hintereinander. Genau das habe ich auch bekommen. Unter http://orar.usarb.md/ und Profesor Teune, Jonas ist mein aktueller Stundenplan einzusehen.

Erfreulicherweise hatte ich ebenso viele Freiheiten bei meiner Semesterplanung. Ich wollte nach einer kurzen Theorieeinführung (es geht doch nichts ohne Sozialkonstruktivismus) einen Schnelldurchlauf durch die deutsch-europäische Geschichte der Moderne machen. Dies war aber wahrscheinlich ähnlich nah an den Interessen der Studierenden wie die Erstsemsterfeier, also änderte ich nach der ersten Stunde den Semesterplan etwas um. Die Theorie blieb aber. Ohne geht es einfach nicht.

Da die Studierenden im verschulten System nicht wirklich Wahlmöglichkeiten haben, sind sie in Klassen organisiert. Im Seminar habe ich zwei Klassen gemeinsam, in den Übungen sind die Klassen jeweils einzeln.

Die Studierenden sind jetzt im dritten Jahr und werden entweder Lehrerinnen oder Übersetzerinnen. Für fast alle gilt, dass sie vor ihrem Studienbeginn noch kein Deutsch konnten. Gerade wenn man dies bedenkt, ist das Können der Studierenden beeindruckend. Doch nicht nur das – bisher scheinen sie auch meine öden Theorieexkurse (Hayden White, Bourdieu, als letztes kommt Benedict Anderson) gut zu ertragen.

Wenn es so weiterläuft, wird das Semester sehr gut werden!

Written by silberredner

15. September 2014 at 08:00

Veröffentlicht in DaF, Geschichte, Kultur, Moldawien, Uni

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Fotos! Fotos! Fotos!

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Seit Samstag wohne ich nun in der Str. Independenţei im Zentrum von Bălți. Zum zentralen Platz sind es etwa zehn Minuten zu Fuß, zu meiner Unversität sogar nur fünf. Um einen Eindruck zu vermitteln habe ich ein paar Fotos gemacht.

Meine Straße:

Str. IndependenţeiMeine Einfahrt:

EinfahrtMein Block:

BlockMein Flur:

FlurMein Wohnzimmer:

WohnzimmerUnd der Blick ins Zimmer:

WohnzimmerblickMein Schlafzimmer:

SchlafzimmerMeine Küche:

KücheUnd schließlich das Bad:

BadezimmerUnd zum Schluss der Blick aus dem Fenster:

FensterblickFensterblick2Fensterblick3

 

 

 

Written by silberredner

27. August 2014 at 10:01

Veröffentlicht in Moldawien

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